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Zwischen Tanzen und Taumeln

 

Der Vorhang hebt sich.

In der Manage 

steh ich

und dreh’ mich

eher nicht so ästhetisch 

zum Takt der Phantasiemelodie. 

Irgendwie

in weiten Teilen 

bei weitem keine

clever komponierte

Choreographie.

Eher sowas wie…

 

…ein Drahtseilakt.

Seiltänzeralptraum.

Irgendwo immer zwischen tanzen und taumeln,

zweifeln und staunen,

wissen und glauben,

vage Versatzstücke

als Wahrheit verkauft 

bekommen.

 

Zwei Seiten,

die sich treffen

und auf mir als ihrem Schlachtfeld streiten. 

Nicht sichtbar ist auch nicht wahr

trotzt kindlicher Kommunikation 

mit Etwas, das so viel größer als ich war. 

 

Schachmatt gesetzt durch Horden von schweigenden Fragezeichen.

am Ende des Tages reichen

die Buchstaben des Alphabets

selbst in Summe nicht aus für ein Gebet,

das ich begeistert zu sagen bereit bin. 

 

Aber sind Fragezeichen nicht genau das?

Zeichen.

Symbole.

In Tinte inkarnierte Neugier.

Straßenschilder auf Wegen,

denen hin und wieder

zweifelnde Pilger begegnen

und Denkmäler meines begrenzten Denkens. 

 

Was wenn die Reflexionen in den

Schlaglöchern meines verwitterten Holzwegs

in Wahrheit Wunderpfützen waren,

die ich aufgrund deren schlichter Alltagsfarben

nicht als solche wahrnahm? 

Narben Vernissage 

geschlagen

im Hause derer, die dich lieben. 

 

Ich hab’ genügend ungenügende Versuche unternommen

(und auch das ist nur einer davon)

wundervolles zu verbalisieren, 

das sich aus meinen Zeilen stiehlt

jedes Mal, wenn Ichs probiere. 

Künstliche Kopien romantischer Schwärmerei,

blasse Porträts

dessen, was ich eigentlich mein’.

Platt pathetische Poesie

jedes Wort ist eines zu viel.

Vielleicht steht Schweigen uns besser

als Theologie.

 

Vermutlich ist das sowieso nie der Punkt gewesen.

Nicht mal das Fragezeichen. 

Weder Punkt noch Komma. 

Irgendwas dazwischen. 

Ein Semikolon imitierend 

tanz' ich taumelnd weiter

inmitten

von glauben, zweifeln und wissen. 

 

 

 

Illustration: Patricia Tarczynski

PS.

Ich stelle immer wieder fest, wie bereichernd es für mich ist, andere Künstler und deren Arbeit kennen zu lernen, mich mit ihnen auszutauschen und mich von Dingen inspirieren zu lassen, die aus ganz anderen Richtungen kommen als meine eigenen. Im Moment sind das für mich oft Künstler, die im grafischen Bereich tätig sind. Über den Creative Pep Talk Podcast und die Abstract Serie auf Netflix habe ich gerade diesen Bereich nochmal ganz neu für mich entdeckt. Im Zuge dessen bin ich auf die wundervolle Patricia Tarczynski gestoßen. Ich finde, sie macht ganz tolle Sachen. Also kamen wir auf die Idee, einfach mal ein kleines Projekt für den Blog zu starten, indem wir einfach Text- und Bildideen hin und her schicken und schauen, ob dem jeweils anderen spontan etwas dazu einfällt. Ich empfinde das als sehr bereichernd und bin gespannt, wo das hinführt. Passend dazu ein Zitat aus dem Creative Pep Talk Buch

There is great value in feeling a part of a team. As humans, we want to be part of a group that is larger than ourselves, wheter that’s a family, a sports team, or even a profession, we want to be part of a group. As a designer, at times, it can feel like a very isolating profession. It’s as if we woke up on Christmas morning, and the entire McCallister family has left for Paris, and we find ourselves home alone. For me, the best work I create is always when I make an effort to collaborate with the others involved in the project and the others in my studio. As designers we are not just little Kevon McCallisters, working all alone. We are collaborators, colleagues, and team members working together to make our place a better place.
— Tad Carpenter, Together, Creative Pep Talk Book

 

 

 

 

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