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NEUES GEDICHT :: ZWEI MINUS EINS

Er ist eins.

Und sie ist eins.

Und keiner von beiden ist zwei. 

 

Sie fällt auf.

Er ihr auch.

Nummerntausch.

Mit flatternden Flügeln

im Bauch 

bis nach Haus. 

 

Er erzählt.

Und sie lauscht.

Anekdoten getauscht.

Zugegebenermaßen

ein klein wenig aufgebauscht. 

Und sie spricht.

Und er lacht.

Bis zum Ende der Nacht

nichts weiter gemacht, 

außer Ziffernblattzeiger

zum Stillstand gebracht. 

 

Und sie zittert.

Er bebt. 

Gemeinsam erlebt, 

wie aus 

Zweisamkeit

Einheit

entsteht. 

 

Und er kommt.

Und sie geht.

Parallelwelt entsteht.

Zusammen gezogen und 

auseinander gelebt. 

 

Und sie schreibt.

Und er reist. 

Und er teilt

seine selten Zeit

immer öfter anderweitig ein. 

 

Und sie zieht.

Und er flieht.

Und umzäunt sein Gebiet,

da er seine sicheren Sphären

bedroht von ihr sieht. 

 

Und sie glaubt

überhaupt

unterbewusst

längst nicht mehr den Stuss,

den er ihr als Wahrheit verkauft. 

 

Und er plant.

Und sie ahnt,

unter Krempel und Kram

liegt unsichtbar

das Glück wie begraben. 

 

Und sie kämpft.

Und er bremst

konsequent. 

Auf dem Bügel im Schrank

hängt mit hängenden Schultern

das letzte Hemd. 

 

Und sie gibt.

Und er nimmt

bis das Gleichgewicht hinkt.

Was je nachdem, wen du fragst,

wohl auch umgekehrt stimmt

und sie die Fotos verhört, 

wer die beiden wohl sind? 

 

Und er schreit.

Und sie schweigt.

Und er weint,

weil sie weiß,

dass vielleicht

vermutlich am Ende nicht reicht. 

 

Und sie sagt,

dass sie träumt.

Und er freundet 

sich an

mit Gedanken,

die zu verscheuchen

er sich nur halbherzig

noch Mühe macht. 

 

Und sie liebt.

Und er liebt.

Vielleicht viel zu viel 

Und sie verliebt

übersehen,

was direkt vor ihnen steht.

 

Und er steht

wie 

erstarrt.

Und sie geht

dieses Mal.

Er versteht

die Welt zwar noch, ja

und dass sie sich trotzdem noch dreht

und erlebt

blaue Wunder,

für er doch nie 

gebetet

hat. 

 

Sie gibt auf.

Und er auch.

Im Verlauf einer Gleichung ging die Rechnung nicht auf.

 

Er ist eins.

Und sie auch.

Sie so subtrahierend

nimmt die Zeit ihren Lauf. 

 

Sie ist eins.

Und er auch.

Am Ende sieht die Gleichung

verdächtig nach

Bruchrechnung

aus. 

 

 

SOUNDTRACK DER WOCHE